Ich bin mit viel Action in mein FSJ gestartet, als erstes kam meine erste Seminarwoche. Obwohl ich erst ein halbes Jahr später angefangen habe als die anderen, haben sie es mir nicht schwer gemacht mich in die Gruppe integrieren zu können. Nach der Seminarwoche kam meine erste Woche im Büro. Auf die Einarbeitung folgte auch schon der erste Pflegeeinsatz mit einem Gymnasium, welchen ich sehr interessant fand. Die Geschichte hinter den Namen auf den Gräbern zu erfahren ist etwas sehr Berührendes. Dann musste ich schon nach Usedom für meine Juleica-Schulung, genauer gesagt zur JBS-Golm. Dort habe ich nicht nur alles gelernt, was ich später als Teamer für ein Camp gut gebrauchen kann, sondern auch sehr großartige Menschen kennengelernt, mit denen ich auch immer noch befreundet bin.
Nach der Juleica ging es nach Hannover, zum „Kick-Off Campseason“. Dort kommen Teamer die in der darauffolgenden Saison teamen, zusammen und tauschen sich aus, machen Workshops und Teams, die im Sommer zusammenarbeiten, können sich kennenlernen und schon mal mit der Planung für ihr Camp beginnen. In Hannover habe ich dann auch die Bildungsreferentin kennengelernt, die sich um das Berlin Camp kümmert, welches ich ja im Rahmen von dem FSJ teamen sollte. Auch meine Teamleitung war vor Ort, wir haben uns dann schonmal gemeinsam Gedanken gemacht über das Programm, das uns die Bildungsreferentin vorab geschickt hatte.
Eines meiner Highlights des FSJs war das Wochenende um den 8. Mai. Denn da bin ich mit einer kleinen Delegation des Volksbundes nach Linz, Österreich gefahren, um dort die Deutsche Botschaft und die Delegation des Bundestags bei der Gedenkfeier n der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zu unterstützen. Wir haben unter anderem auch zwei Kränze für den Volksbund niedergelegt. Wir hatten allerdings auch genug Zeit, um die schöne Stadt Linz zu erkunden und waren zum Beispiel im Botanischen Garten und in einem Kunstmuseum.
Dann ging es schon in die Vorbereitung für das Grundschulprojekt in Blankenburg. Das hieß, die Biografien der Opfer vorzubereiten, alle Materialien zu packen und den Ablauf zu planen. Es war sehr schön zu sehen, wie interessiert die Kinder der Gemeinde an den Geschichten der dort liegenden Opfer waren und wie engagiert sie bei den Workshops mitgearbeitet haben.
Zum Schluss kommen wir zum Berlin Camp: Nach langer Vorbereitung war es endlich so weit, das Berlin International Camp stand an. Über knapp zwei Wochen haben wir mit 22 Jugendlichen auf dem Friedhof gearbeitet, waren in Museen und auch einen Nachmittag in einem Kletterwald. Wir hatten zwischendurch mit Krankheit zu kämpfen, doch die Gedenkfeier zum Abschluss fand trotzdem statt und ist uns sehr gelungen. Das Grillen danach in der Julius-Leber-Kaserne hat auch den Teilnehmern sehr gefallen.
Alles in allem würde ich das FSJ-Politik beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sehr empfehlen. Es hat mir nicht nur viele neue Freundschaften beschert, sondern auch eine Menge an neuen Erfahrungen gegeben, und die Arbeit mit dem Team im Landesverband war immer sehr lustig.