Meldungen aus dem Landesverband Berlin

1870/71- Der Deutsch- Französische Krieg in Perspektive

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 führte nicht nur zur Gründung des Deutschen Reiches, sondern hatte langanhaltende Konsequenzen für die beteiligten Nationen. Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zusammen mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche führt verschiedene Perspektiven auf diesen Krieg und seine Wirkung zusammen.

Foto: © Martin Bayer

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 führte nicht nur zur Gründung des Deutschen Reiches, sondern hatte langanhaltende Konsequenzen für die beteiligten Nationen. Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zusammen mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Donnerstag, den 25.11.2021 um 19:00 Uhr an der Gedächtniskirche führt verschiedene Perspektiven auf diesen Krieg und seine Wirkung zusammen.

Vor 150 Jahren wurde der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 mit dem Frieden von Frankfurt beendet. Erstmalig wurde der Umgang mit den Kriegsgräbern der Gefallenen vertraglich geregelt. In Deutschland führten die Schlachtensiege, der gewonnene Krieg und nicht zuletzt die von Vielen ersehnte Staatsgründung zu einer weiten und oft durch Nationalismus geprägten Begeisterung. Insbesondere der Jahrestag der Schlacht von Sedan am 2. September wurde deutschlandweit begangen. Zahlreiche Denkmäler für die Erinnerung an den Sieg und auch an die erlittenen Verluste wurden errichtet. In den Folgejahren erlebte das Deutsche Reich eine Periode beispielloser Prosperität – dieser Aufschwung und auch der Staat fanden mit dem Ersten Weltkrieg ihr furchtbares Ende.

In Frankreich hingegen wuchs der Groll gegen den triumphierenden Nachbarn: Elsass-Lothringen musste abgetreten und hohe Reparationszahlungen entrichtet werden. Auch die Reichsgründung im Spiegelsaal von Versailles war zutiefst demütigend. Aus dem französischen Versuch, eine deutsche Hegemonie auf dem europäischen Kontinent zu verhindern, war eine bittere Niederlage geworden. Hinzu kamen unmittelbare Folgen wie das Ende der Regentschaft Kaiser Napoleon III., die Niederschlagung der Pariser Kommune und die Ausrufung der Dritten Republik, die 1940 erneut in einem Krieg zwischen den beiden Nachbarn endete.

Die Erbfeindschaft war mehr als ein geflügeltes Wort.

Doch warum und wie wurde überhaupt 1870/71 gekämpft, und welche Auswirkungen prägten die Selbstverständnisse der beiden Nationen über Jahrzehnte, sowie auch die Blickweisen auf den jeweiligen Nachbarn?

Die Veranstaltung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zusammen mit dem Landesverband Berlin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. führt unterschiedliche Perspektiven zusammen: Die französischen und deutschen Sichtweisen auf den Krieg und seine Folgen, und nicht zuletzt der Blick auf die Gedächtniskirche – selbst ein „Kind“ jenes Krieges.

Nach drei kurzen Vorträgen laden wir Sie zu einer spannenden Diskussion ein.

1870/71 – Der Deutsch-Französische Krieg in Perspektive

Donnerstag, 25.11.2021, 19:00 Uhr
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Breitscheidplatz, 10785 Berlin

 

Grußwort
Dr. Fritz Felgentreu, Landesvorsitzender, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Deutsch-Französische Krieg – Ursache, Verlauf und Wirkung
OTL Dr. Harald Fritz Potempa, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), Potsdam

1870/71 und seine Bedeutung für Frankreich
Prof. Etienne François, Freie Universität Berlin/Le Souvenir Français

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und der Krieg von 1870/71
Pfarrer Martin Germer, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Diskussion
Moderation: Martin Bayer, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

 

Anreise mit dem ÖPNV: Bahn/S-Bahn/U-Bahn/Bus Zoologischer Garten
Wir bitten um Anmeldung unter berlin@volksbund.de oder telefonisch unter 030-2546 4134!

Die Veranstaltung ist als 2G (vollständig geimpft oder genesen) konzipiert – bitte denken Sie an Ihren jeweiligen Nachweis und halten Sie die dann gültigen Hygienebestimmungen ein.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation.
Die Veranstaltung ist kostenfrei – wir freuen uns über Ihre Spende!

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